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Rückblick 2025 - Startklar für das finale Versuchsjahr 2026

Neben der internen Datenauswertung beendeten wir in Schleswig-Holstein das Versuchsjahr 2025 mit einem gemeinsamen Treffen aller teilnehmenden Projektbetriebe und Lohunternehmen und stellten die bisher erzielten Ergebnisse vor.

Auch im Versuchsjahr 2025 gab es aufgrund der Witterung Besonderheiten im Vegetationsverlauf: Denn im Frühjahr 2025 zeigte sich das Wetter gegenüber dem langjährigen Durchschnitt vergleichsweise warm und trocken, davon profitierte besonders der Winterweizen und die Bestände konnten schon frühzeitiger als im Jahr 2024 mit Wirtschaftsdünger angedüngt werden, dies war aufgrund der fortgeschrittenen Bestandesentwicklung auch erforderlich.

Diesen zeitlichen Vorsprung konnte genutzt werden, um im Mai an einen Feldtag zum Thema Gülletechnik teilzunehmen. Dabei gab es zehn unterschiedliche Gülleausbringtechniken von Eigenbau bis Hightech zur streifenweisen Gülleausbringung auf Grünland live zu sehen. Darüber hinaus wurde das SyreN-System sowie das MuD Säure+ Projekt vorgestellt sowie Adhoc-Gasmessungen durch Herrn Döhler von der DöhlerAgrar Unternehmensberatung durchgeführt.

Nach längerer Trockenheit kam der Regen um den Monatswechsel Mai/Juni gerade noch rechtzeitig, um drohende Ertragseinbußen abzuwenden, allerdings nicht für die geplanten Feldtage zum Thema Gülleansäuerung auf Grünland. Denn auf Grund der Nässe war eine Befahrbarkeit einer der beiden Grünlandflächen nicht gegeben und verhinderte somit eine Live-Vorführung des SyreN-Systems. Nichts desto trotz fanden beide Feldtage statt und es konnte sogar eine Emissionsmessung durchgeführt werden, auch wenn diese nicht im Feld stattfand, sondern mit Hilfe von zwei Behältern demonstriert wurde.

Im Juli jedoch änderte sich die Großwetterlage grundlegend: Es wurde unbeständiger und somit fiel der Juli deutlich nasser aus im Vergleich zu den ersten beiden Versuchsjahren. Zwar verzögerte sich teilweise die Ernte des reifen Getreides, sie verlief dann aber ohne größere Komplikationen, sodass innerhalb von knapp zwei Wochen alle Versuche im Winterweizen erfolgreich beerntet werden konnten.

Trotz des unbeständigen Sommers konnten auch alle Grünlandflächen zwar teils spontan, aber mit zufriedenstellend Ergebnissen beerntet werden.

Mit viel Vorfreude wird nun das finale Versuchsjahr 2026 erwartet und wir sind gespannt, welchen Herausforderungen wir uns in diesem Jahr stellen müssen.

Emissionsmessung mit Herrn Döhler von DöhlerAgrar Unternehmensberatung auf einem Feldtag in Sarlhusen

Autor: Ann-Kathrin Stephan, LK-SH

Titelbild: Lea-Sophie Steffensen, LK-SH

Beitragsbild: Michael Bustorff